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energiewende: sozial-ökologisch

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Bürger, Geschäftsmodelle & Co.

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Wie lässt sich eine breite gesellschaftliche Beteiligung bei der Umsetzung der Energiewende gestalten? Welche Verfahren gibt es dafür und wie müssen sie weiterentwickelt werden? Mehr

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Wie kann der Austausch zwischen den 33 Forschungsprojekten gestärkt werden? Welche übergreifenden Ergebnisse bringt das Forschungsprogramm? Mehr

Informationen zur Benutzung


Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zu 33 aktuellen Forschungsprojekten. Sie werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms "Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems" gefördert. Die Projekte sind fünf thematischen Clustern zugeordnet:

Die Karte auf der Startseite zeigt die Cluster durch jeweils eine Illustration und die 33 Projekte durch eine rote Markierung. Durch Klicken auf eine dieser Markierungen öffnet sich ein kleines Fenster mit Kurzinformationen zu einem Projekt. Klicken Sie in diesem Fenster auf den Projektnamen, um ausführliche Informationen zu erhalten.

Alternativ können Sie auf die Projektinformationen auch direkt zugreifen, indem Sie den Menüpunkt "Projekte" wählen oder auf den Button "Liste" klicken.

Ein Stern in einem der roten Symbole zeigt an, dass es zu dem betreffenden Projekt Neuigkeiten gibt. Diese können Sie unter dem Menüpunkt "Projekt-News" abrufen. Dort sind die Nachrichten nach ihrem Erscheinungsdatum sortiert. Alternativ haben Sie dort auch die Möglichkeit, gezielt nach Nachrichten aus einem bestimmten Projekt zu suchen.

Schließlich finden Sie auf diesen Seiten auch Informationen zur Wissenschaftlichen Koordination des Forschungsprogramms.

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Prosumer-Haushalte

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28.10.2016
Energie selbst erzeugen: Was „Prosumer-Haushalte“ brauchen

Immer mehr Bürger und Unternehmen erzeugen in eigenen Anlagen Ökostrom und verbrauchen ihn teilweise oder ganz selbst. Fachleute schreiben diesen „Prosumer“ genannten Akteuren eine wichtige Rolle in der Energiewende zu. Doch erschweren aktuelle energiepolitische Entscheidungen den dezentralen Eigenverbrauch: In eigenen Anlagen erzeugten Strom direkt oder nahräumlich selbst zu verbrauchen, ist teilweise schlechter gestellt oder wird in einigen Fällen zukünftig unmöglich gemacht.

Das Projekt Prosumer-Haushalte gibt der Politik nun Empfehlungen, wie sie private Haushalte, die Strom zur eigenen Nutzung erzeugen, effizient fördern kann. In einem jetzt veröffentlichen Papier zeigen sie, dass die Stabilität des gesamten Energiesystems von einem weiteren Ausbau dezentraler Energieerzeugung und -nutzung profitieren kann, wenn Stromeinspeisung und Eigennutzung entsprechend gesteuert werden.

Stabile Rahmenbedingungen: Planungs- und Investitionssicherheit schaffen

„Die richtige Förderung und Rahmensetzung ist entscheidend dafür, ob und wie Prosumer-Haushalte zur Energiewende beitragen können“, erläutert IÖW-Wissenschaftlerin Swantje Gährs. Damit Haushalte, die über eine eigene Photovoltaikanlage nachdenken, Planungs- und Investitionssicherheit haben, heben die Energieexperten zwei Faktoren hervor: „Zum einen muss ein wirtschaftlicher Betrieb der Anlage gewährleistet sein, um einen Anreiz für Eigenversorgung zu schaffen. Und um dies überhaupt verlässlich einschätzen zu können, ist es zum anderen wichtig, den rechtlichen Rahmen für Prosumer-Haushalte möglichst wenig komplex zu gestalten“, so Gährs. Da durch erhöhten Eigenverbrauch die verbleibenden Kosten des öffentlichen Stromnetzes auf weniger Verbraucher aufgeteilt werden müssen, ist das Forschungsteam der Ansicht, dass die teilweise Belastung des eigenverbrauchten Ökostroms, der gegenwärtig noch wenig ins Gewicht fällt, perspektivisch gerechtfertigt ist.

Prosumer: Großes Potenzial für ein stabiles Energiesystem

Indem Prosumer-Haushalte steuern, wie viel Strom sie zu welcher Zeit ins Stromnetz einspeisen, können sie die Netze entlasten und den Bedarf des Netzausbaus reduzieren. „Auf diese Weise können sie ein wichtiger Baustein im erneuerbaren Energiesystem der Zukunft werden“, so Gährs, „aber nur, wenn sichergestellt ist, dass die Anlagen auch so betrieben werden, dass dies der Stabilität des gesamten Systems dient.“ Hierzu empfehlen die Forscher, dass die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung gezielt gekappt wird, indem Solarstrom selbst verbraucht und nicht ins Netz eingespeist wird. Anlagenbetreiber sollten für diesen Beitrag zur Netzentlastung einen finanziellen Anreiz erhalten, etwa indem sie für den selbst verbrauchten Strom von etwaigen Netzentgelten befreit werden.

Derzeit bieten vor allem Ein- und Zweifamilienhäuser hohe Prosumer-Potenziale. Diese können noch deutlich gesteigert werden, wenn auch der Verbrauch lokal erzeugten Stroms durch Mieter ermöglicht wird. Das Projektteam empfiehlt daher, die bürokratischen Hürden für sogenannte „Mieterstrommodelle“ für Mehrfamilienhäuser und Quartiere abzubauen. Weiterhin plädiert das Projektteam dafür, dass die Regulierung generell offener für innovative Geschäftsmodelle sein sollte und dass Mechanismen gefunden werden sollten, die dazu führen, dass Solaranlagen so dimensioniert werden, dass sie das Potenzial für erneuerbare Stromerzeugung bestmöglich nutzen. „Derzeit werden auf den Dächern eher kleine Photovoltaikanlagen installiert, da die Anlagen wirtschaftlicher sind, wenn ein hoher Anteil des Stroms selbst verbraucht wird“, erklärt Gährs. „Hier werden Potenziale für erneuerbare Stromerzeugung verschenkt.“

7. November 2016: Prosumer-Tagung in Berlin

Welche Spielräume bei der aktuellen Energiepolitik für Prosumer und Eigenerzeugung bleiben, diskutiert das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung am 7. November 2016 auf der Fachkonferenz „Dezentrale Energiewende vor dem Aus?“ in Berlin. Drei Keynotes und sechs Workshops behandeln verschiedene Aspekte von Prosuming und Eigenverbrauch von den aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen über Mieterstrom und gewerbliches Prosuming bis hin zu Guerilla-Photovoltaik.

Quelle dieser Nachricht: Homepage Prosumer-Haushalte

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