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energiewende: sozial-ökologisch

Ergebnisse und Handlungsempfehlungen

Alle Projekte im Überblick


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Wie kann der Austausch zwischen den 33 Forschungsprojekten gestärkt werden? Welche übergreifenden Ergebnisse bringt das Forschungsprogramm? Mehr

Informationen zur Benutzung


Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zu 33 aktuellen Forschungsprojekten. Sie werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms "Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems" gefördert. Die Projekte sind fünf thematischen Clustern zugeordnet:

Die Karte auf der Startseite zeigt die Cluster durch jeweils eine Illustration und die 33 Projekte durch eine rote Markierung. Durch Klicken auf eine dieser Markierungen öffnet sich ein kleines Fenster mit Kurzinformationen zu einem Projekt. Klicken Sie in diesem Fenster auf den Projektnamen, um ausführliche Informationen zu erhalten.

Alternativ können Sie auf die Projektinformationen auch direkt zugreifen, indem Sie den Menüpunkt "Projekte" wählen oder auf den Button "Liste" klicken.

Ein Stern in einem der roten Symbole zeigt an, dass es zu dem betreffenden Projekt Neuigkeiten gibt. Diese können Sie unter dem Menüpunkt "Projekt-News" abrufen. Dort sind die Nachrichten nach ihrem Erscheinungsdatum sortiert. Alternativ haben Sie dort auch die Möglichkeit, gezielt nach Nachrichten aus einem bestimmten Projekt zu suchen.

Schließlich finden Sie auf diesen Seiten auch Informationen zur Wissenschaftlichen Koordination des Forschungsprogramms.

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Energiekonflikte

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13.07.2016
Energiekonflikte: Wer nicht streitet, lernt nicht

Eine gerechte Energiewende ist nur möglich, wenn diejenigen, die im Interesse des Gemeinwohls besondere Lasten tragen müssen, angemessene Kompensationen erhalten. Davon sollten sowohl betroffene Kommunen, als auch einzelne Bürgerinnen und Bürger profitieren. Dies ist eine von insgesamt 17 politischen Handlungsempfehlungen, die das Forschungsprojekt Energiekonflikte in einer jetzt erschienenen Broschüre vorstellt.

Energiekonflikte verstehen und konstruktiv nutzen

Bei aller nach wie vor hohen Zustimmung zum abstrakten Ziel „Energiewende“ – in einem derart komplexen Gemeinschaftsprojekt sind Konflikte nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Umso wichtiger ist es, Konflikte nicht als zu beseitigendes Übel, sondern als produktives Element einer modernen Demokratie zu verstehen. Diese Perspektive war Ausgangspunkt der Forscherinnen und Forscher von Energiekonflikte.   

Das Team wollte verstehen, wie Energiekonflikte entstehen und wie sie sich über die Zeit entwickeln. Besonders wichtig war den Sozialwissenschaftlern dabei nachzuvollziehen, durch welche Argumente Menschen etwa zu Windkraftgegnern werden, auch wenn sie eigentlich für die Energiewende sind. Ziel ihrer Untersuchung war es, Anhaltspunkte dafür zu gewinnen, wie sich das konstruktive Potenzial von Konflikten unter realen Bedingungen nutzen lässt.

Wie aus Gegnern der Energiewende Befürworter werden

Dafür haben die Forscherinnen und Forscher Konflikte um den Ausbau der Windenergie an Land, um Stromnetze sowie um das EEG als Förderinstrument der Energiewende unter die Lupe genommen. Ihre Fallstudien konzentrierten sie auf Brandenburg, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein, da diese Länder in der Energiewende strategisch wichtige Rollen einnehmen. Neben Medienanalysen und Interviews mit Konfliktbeteiligten führte das Energiekonflikte-Team für seine Untersuchung auch repräsentative Befragungen in drei Fallregionen durch.        

Ein Ergebnis der Befragungen ist dabei besonders interessant. Das Team wollte wissen, unter welchen Bedingungen ausgesprochene Gegner der Energiewende dem Bau von Windrädern in ihrer Gemeinde zustimmen würden. Die klare Antwort in allen drei Bundesländern: Wenn dadurch weder bedrohte Tierarten noch die menschliche Gesundheit gefährdet werden. Der Tierschutz scheint hier jedoch oft nur Mittel zum Zweck zu sein. Von Energiewendegegnern hörten die Forscherinnen und Forscher nämlich oft den Vorwurf, dass dieser einfach mehr zähle, als der Gesundheitsschutz.  

Handlungsempfehlungen für eine gerechtere Energiewende

Die Handlungsempfehlungen, die das Projekt aus seiner Konfliktanalyse abgeleitet hat, sind vielfältig. Sich reichen von der Forderung, die „soziotechnische Transformation“ Energiewende transparenter zu machen, über den Appell, "eine bundesweite, auch mit entsprechenden gesetzlichen Regelungen und Fördermaßnahmen untersetzte urbane EE-Wende“ voranzubringen, bis hin zu dem Aufruf, eine „Debatte über die Implikationen der Energiewende für das Landschaftsbild und die Identität bzw. den Wandel von Heimat“ zu führen.   

In ihrer jetzt veröffentlichten Broschüre stellen die Forscherinnen und Forscher ihre Empfehlungen ausführlich vor. Darin betonen sie, dass es nicht deren Intention ist, „Konflikte einfach ‚abzuschaffen‘ oder in einem sozialtechnischen Sinn zu ihrer Minderung beizutragen“. Vielmehr könnten Konflikte „auf Schwächen und Ungleichgewichte im politischen Großprojekt Energiewende“ hinweisen, die leicht aus dem Blick geraten, „wenn man von der Sinnhaftigkeit ihrer übergreifenden Ziele auf die Akzeptanz ihrer konkreten Umsetzung vor Ort“ schließe.

Übrigens: Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus ihren Fallstudien in Brandenburg, Baden-Württemberg  und Schleswig-Holstein haben die Forscherinnen und Forscher von Energiekonflikte in einem eigenen Praxisbericht veröffentlicht.

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