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energiewende: sozial-ökologisch

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Wie kann der Austausch zwischen den 33 Forschungsprojekten gestärkt werden? Welche übergreifenden Ergebnisse bringt das Forschungsprogramm? Mehr

Informationen zur Benutzung


Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zu 33 aktuellen Forschungsprojekten. Sie werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms "Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems" gefördert. Die Projekte sind fünf thematischen Clustern zugeordnet:

Die Karte auf der Startseite zeigt die Cluster durch jeweils eine Illustration und die 33 Projekte durch eine rote Markierung. Durch Klicken auf eine dieser Markierungen öffnet sich ein kleines Fenster mit Kurzinformationen zu einem Projekt. Klicken Sie in diesem Fenster auf den Projektnamen, um ausführliche Informationen zu erhalten.

Alternativ können Sie auf die Projektinformationen auch direkt zugreifen, indem Sie den Menüpunkt "Projekte" wählen oder auf den Button "Liste" klicken.

Ein Stern in einem der roten Symbole zeigt an, dass es zu dem betreffenden Projekt Neuigkeiten gibt. Diese können Sie unter dem Menüpunkt "Projekt-News" abrufen. Dort sind die Nachrichten nach ihrem Erscheinungsdatum sortiert. Alternativ haben Sie dort auch die Möglichkeit, gezielt nach Nachrichten aus einem bestimmten Projekt zu suchen.

Schließlich finden Sie auf diesen Seiten auch Informationen zur Wissenschaftlichen Koordination des Forschungsprogramms.

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EnWorKS und Lokale Passung

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23.03.2016
Modernisierung: Mietaufschläge am Einspareffekt bemessen, nicht an den Investitionskosten

Das heutige System der Modernisierungsumlage führt zu Konflikten und Blockaden und setzt Fehlanreize. Das belegen Ergebnisse der Projekte EnWorKS und Lokale Passung. Aus Sicht der Forscher ließe sich das aber vermeiden. Ihr Lösungsvorschlag: Die Mietaufschläge bei einer Modernisierung sollten sich nach der eingesparten Energie richten und nicht nach den Kosten für die Maßnahmen. Wie das genau geht, zeigen die Forscher jetzt in einem gemeinsamen Policy Paper.

Die kostenabhängige Modernisierungsumlage: mehr Nachteile als Vorteile

In einer früheren Untersuchung hatten die Forscher bereits die Nachteile des bestehenden Systems herausgearbeitet. So erhöhe der derzeit zulässige Aufschlag von 11 Prozent der Modernisierungskosten auf die jährliche Kaltmiete die Warmmiete für Mieter/innen „zunächst dramatisch“. Für Vermieter/innen sei dagegen kaum absehbar, ob sich eine Modernisierungsinvestition auch irgendwann amortisiere. In unattraktiven Wohnlagen könnten sie die Umlage zudem oft nicht durchsetzen, so die Forscher.

Die beiden Forschungsprojekte plädieren deshalb dafür, die Modernisierungsumlage durch ein neues System zu ersetzen. Ihr Ansatz dabei: Energetische Modernisierungen müssen für Mieter/innen „erschwinglich“ bleiben und sich für Vermieter/innen lohnen. Aus Sicht der Projekte würde das idealerweise so aussehen: „Der Vermieter erhöht die Miete um einen bestimmten Betrag, den der Mieter gleichzeitig durch verringerte Heizkosten einspart.“

Die Alternative: Mietaufschläge an der eingesparten Energie bemessen

Was das genau bedeutet, rechnen die Forscher in ihrem aktuellen Policy Paper an konkreten Beispielen vor. Ihren Vorschlag konkretisieren sie dann in zwei möglichen Varianten. Beim „einsparabhängigen Nebenkostenaufschlag“, kurz ENA, können Vermieter/innen „die Heizkosteneinsparungen, die ein durchschnittlicher Mieter durch die Modernisierung erzielt, auf die Nebenkosten“ aufschlagen. Dadurch würde die Warmmiete als Folge einer Modernisierung nicht steigen.   

In der zweiten Variante, dem „Energiebedarfsmietspiegel“ oder EMS, berücksichtigen die Forscher, dass „Mieter bereit sind, für eine energieeffiziente Wohnung mehr zu zahlen“. Ihr EMS orientiert sich bei der Bestimmung der Vergleichsmiete deshalb am „zertifizierten Energiebedarf einer Wohnung“. Reduzieren Vermieter/innen den Energiebedarf ihrer Wohnung um einen bestimmten Wert, können sie also die Kaltmiete auf die Vergleichsmiete einer diesem Wert entsprechenden Wohnung anheben. Auch hier bleibt damit die Warmmiete konstant.

In ihrer Studie diskutieren die Forscher nicht nur die Vorteile, sondern auch die Nachteile beider Varianten. So weisen sie etwa darauf hin, dass der ENA von der Energiepreisentwicklung abhängig ist. Steigen die Brennstoffpreise, so steigt die Warmmiete für den Mieter ähnlich stark wie in einer nicht modernisierten Wohnung; bei einer schwachen Brennstoffpreisentwicklung haben die Vermieter/innen das Nachsehen. Ein Nachteil des EMS ist, dass es in vielen Gegenden noch keinen Mietspiegel gibt, der als Grundlage für das System dienen könnte.

Die geplante Senkung der Modernisierungsumlage löst keine Probleme

Die Forscher von EnWorKS und Lokale Passung sind sich bewusst, dass ihr Vorschlag in eine ganz andere Richtung geht als die derzeitigen Überlegungen der Bundesregierung, die Modernisierungsumlage von 11 auf 8 Prozent zu senken. Sie sind jedoch sicher, dass ein solcher Schritt weder zur angestrebten Erhöhung der Sanierungsrate noch zu einer fairen Kosten- und Lastenverteilung führen wird. Besonders der sprunghafte Anstieg von Warmmieten lasse sich so nicht verhindern.

Ihre Ergebnisse haben die Projekte in zwei Formaten aufbereitet: einer Kurzfassung, die einen schnellen Überblick erlaubt, und einer Langfassung mit der ausführlichen wissenschaftlichen Begründung ihres Vorschlags. Beide Dokumente können Sie unter den unten angegebenen Links herunterladen.

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