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energiewende: sozial-ökologisch

Ergebnisse & Handlungsempfehlungen

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Wissenschaftliche Koordination

Wie kann der Austausch zwischen den 33 Forschungsprojekten gestärkt werden? Welche übergreifenden Ergebnisse bringt das Forschungsprogramm? Mehr

Informationen zur Benutzung


Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zu 33 aktuellen Forschungsprojekten. Sie werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms "Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems" gefördert. Die Projekte sind fünf thematischen Clustern zugeordnet:

Die Karte auf der Startseite zeigt die Cluster durch jeweils eine Illustration und die 33 Projekte durch eine rote Markierung. Durch Klicken auf eine dieser Markierungen öffnet sich ein kleines Fenster mit Kurzinformationen zu einem Projekt. Klicken Sie in diesem Fenster auf den Projektnamen, um ausführliche Informationen zu erhalten.

Alternativ können Sie auf die Projektinformationen auch direkt zugreifen, indem Sie den Menüpunkt "Projekte" wählen oder auf den Button "Liste" klicken.

Ein Stern in einem der roten Symbole zeigt an, dass es zu dem betreffenden Projekt Neuigkeiten gibt. Diese können Sie unter dem Menüpunkt "Projekt-News" abrufen. Dort sind die Nachrichten nach ihrem Erscheinungsdatum sortiert. Alternativ haben Sie dort auch die Möglichkeit, gezielt nach Nachrichten aus einem bestimmten Projekt zu suchen.

Schließlich finden Sie auf diesen Seiten auch Informationen zur Wissenschaftlichen Koordination des Forschungsprogramms.

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Prosumer-Haushalte

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03.10.2016
Prosumer durch bessere Förderung und rechtliche Erleichterungen stärken

Hinweis: Der folgende Ergebnisbericht wurde von den Forscherinnen und Forschern des Projekts Prosumer-Haushalte erstellt. Weitere Ergebnisse des Projekts finden Sie unter diesem Link.

Prosumer-Haushalte betreiben ihre Anlage zur Energieerzeugung dezentral mit dem Ziel, einen Teil ihres Bedarfs an Strom durch die eigene Produktion zu decken. Sie sind also zugleich Konsumenten und Produzenten. Speichertechnologien stellen ein zentrales Element zur aktiven Prosuming-Entscheidung dar. Daher sind diese Akteure bei einem dezentral ausgerichteten Stromversorgungssystem besonders zu berücksichtigen und ihr Potenzial genau zu untersuchen.

Prosumer-Haushalte fördern und ihren Systemnutzen stärken

Der Begriff Prosumer-Haushalte bedarf zunächst einer näheren Begriffsabgrenzung. Der Eigenversorgungsgrad – also der Anteil des direkt verbrauchten selbsterzeugten Stroms am gesamten Stromverbrauch – ist dabei die ausschlaggebende Schlüsselvariable für das „Prosuming“. Ein Prosumer- Haushalt ist im Forschungsprojekt als solcher definiert, wenn dieser über einen Eigenversorgungsgrad größer Null verfügt. Dem entgegen stehen Haushalte, die ihren selbst erzeugten Strom zu 100 Prozent in das öffentliche Stromnetz einspeisen und damit als Kleinerzeuger auftreten. Diese Haushalte decken ihren Eigenbedarf zu 100 Prozent wie konventionelle Konsumenten aus dem Stromnetz.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen das Potenzial und die Möglichkeiten von Prosumer-Haushalten unter ökologischen, sozialen, technischen und ökonomischen Aspekten. Darauf aufbauend erarbeiten sie Handlungsempfehlungen für Rahmenbedingungen, die einerseits dabei helfen, das Prosumer-Potenzial zu heben und andererseits den Systemnutzen der Prosumer zu stärken. Bei der Umsetzung von Handlungsempfehlungen ist der Konflikt zwischen Klimaschutzzielen und sozialen Zielen zu berücksichtigen.

Einschätzung der Forscherinnen und Forscher zur Prosumer-Entwicklung

  • Private Haushalte können in ihren neuen Rollen und Funktionen als Prosumer in einem stark dezentralen Energiemarkt Beiträge zur sozial-ökologischen Transformation des Energiesystems leisten.
  • Prosumer-Haushalte können durch Erzeugungs- und Speichertechnologien, Verhaltensänderungen sowie Demand-Side-Management signifikante Änderungen in der Haushaltslastkurve bewirken und damit eine Glättung der Lastspitzen im Netz sowie eine Verdrängung des fossilen Must-Runs erwirken.
  • Der Bedarf von Prosumer-Haushalten bietet Anlass für eine Vielzahl von neuen Geschäftsmodellen und innovationsfördernden Wettbewerbsdruck.
  • Unter Wohneigentümerinnen und -eigentümern ist ein großes Prosumer-Potenzial vorhanden, dessen Bedeutung für das gesamte Energiesystem derzeit jedoch insbesondere durch die im internationalen Vergleich niedrige Anzahl an Wohneigentümerinnen und -eigentümer in Deutschland sowie niedrigen Eigenversorgungsgrade begrenzt ist.
  • Selbstversorgung generiert neben Erzeugung und Nutzung grünen Stroms und einer lohnenden Investition einen zusätzlichen eigenen Nutzen für Prosumer-Haushalte.
  • Die erhöhte dezentrale Erzeugung und der gleichzeitige Verbrauch der produzierten Energie durch Prosumer-Haushalte können zu einem erhöhten Ausbau an erneuerbaren Energien und damit zu einer Reduktion der CO2-Emissionen führen.
  • Die Bereitschaft zu einem „smarten“ Energiedienstleister zu werden hängt maßgeblich von den wirtschaftlichen Anreizen, der Komplexität der Geschäftsmodelle und rechtlichen Rahmenbedingungen ab.

Handlungsempfehlungen

Zentrale Bausteine für die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in den Transformationsprozess sind eine sozial-ökologische Förderpolitik und geeignete Rahmenbedingungen. Dazu zählen insbesondere:

  • Die wirtschaftliche Vergütung des Selbstverbrauchs unter Einbeziehung von Umlagen oder Netzentgelten,
  • eine geringe Komplexität des rechtlichen Rahmens,
  • eine generelle Offenheit der Regulierung für innovative Geschäftsmodelle, wie Mieterstrommodelle in Mehrfamilienhäusern oder Quartieren und
  • die Förderung einer systemdienlichen Betriebsweise der Prosumer-Kapazität, zum Beispiel über zuverlässige und faire Verfahren zur Kappung der Einspeiseleistung bei Netzüberlastung.

Ausblick & offene Forschungsfragen

  • Wie können Prosumer effektiv und effizient zur Bereitstellung von Regelenergie beitragen?
  • Welche Anforderungen stellt die systemdienliche Einbindung von Prosumern an die Informations- und Kommunikationstechnologien – und wie sieht es mit der Akzeptanz in der Bevölkerung aus?
  • Welche Aussagen können zu verhaltensökonomischen und sozial-psychologischen Aspekten im Bezug zu Prosumer-Haushalten gemacht werden? Bestätigt sich beispielsweise die aus den Ergebnissen abgeleitete Hypothese, dass Prosumer-Haushalte vor allem aufgrund der technischen Ausstattung weniger Energie nachfragen als vergleichbare Konsumenten-Haushalte, und weniger aufgrund einer nachhaltigeren Verhaltensweise. Welcher Nachweis von Prosumer-Rebound- Effekten ist unter Zuhilfenahme verschiedener Forschungsansätze möglich?
  • Welche Wirkungen können zusätzliche Informationen zum Verbrauch und Erzeugung auf die Energienachfrage haben?

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