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energiewende: sozial-ökologisch

Ergebnisse und Handlungsempfehlungen

Alle Projekte im Überblick


Bürger, Geschäftsmodelle & Co.

Wie nutzen wir Energie effizienter? Welche Strompreismodelle sind gerecht? Wie können Bürger als Energieproduzenten zur Energiewende beitragen? Mehr

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Wissenschaftliche Koordination

Wie kann der Austausch zwischen den 33 Forschungsprojekten gestärkt werden? Welche übergreifenden Ergebnisse bringt das Forschungsprogramm? Mehr

Informationen zur Benutzung


Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zu 33 aktuellen Forschungsprojekten. Sie werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms "Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems" gefördert. Die Projekte sind fünf thematischen Clustern zugeordnet:

Die Karte auf der Startseite zeigt die Cluster durch jeweils eine Illustration und die 33 Projekte durch eine rote Markierung. Durch Klicken auf eine dieser Markierungen öffnet sich ein kleines Fenster mit Kurzinformationen zu einem Projekt. Klicken Sie in diesem Fenster auf den Projektnamen, um ausführliche Informationen zu erhalten.

Alternativ können Sie auf die Projektinformationen auch direkt zugreifen, indem Sie den Menüpunkt "Projekte" wählen oder auf den Button "Liste" klicken.

Ein Stern in einem der roten Symbole zeigt an, dass es zu dem betreffenden Projekt Neuigkeiten gibt. Diese können Sie unter dem Menüpunkt "Projekt-News" abrufen. Dort sind die Nachrichten nach ihrem Erscheinungsdatum sortiert. Alternativ haben Sie dort auch die Möglichkeit, gezielt nach Nachrichten aus einem bestimmten Projekt zu suchen.

Schließlich finden Sie auf diesen Seiten auch Informationen zur Wissenschaftlichen Koordination des Forschungsprogramms.

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SoKo Energiewende

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07.04.2016
Suffizienz: je freiwilliger, desto politisch unbedeutender?

In der Idee der Suffizienz steckt ein Dilemma: Ihre Bedeutung bei der Gestaltung von Klima- und Energiepolitik bleibt entweder begrenzt oder sie ist mit den Werten einer liberalen und pluralistischen Gesellschaft unvereinbar. Zu diesem Schluss kommen Forscher des Projekts SoKo Energiewende in einer aktuellen Studie. Darin gehen sie davon aus, dass der Verzicht auf Konsum als Ausdruck einer ökologisch verantwortungsvollen Lebensweise eine höchst individuelle und freiwillige Entscheidung ist.  

Suffizienz aus ökonomischer und philosophischer Perspektive  

Für die SoKo-Forscher ist Suffizienz eine Strategie, die eine wichtige Rolle beim Klimaschutz spielen kann. Voraussetzung ist dafür allerdings die Klärung noch offener theoretischer und praktischer Fragen. Wie sich Suffizienz mit anderen Politikmaßnahmen verträgt, was sie für die herkömmliche Messung von Wohlstand und Ungleichheit bedeutet und wie sie zu etablierten Werten wie Verteilungsgerechtigkeit und individuellen Freiheiten steht, gehören für die SoKo-Forscher dabei zu den drängendsten.

Auf der Suche nach Antworten stellten der Ökonom Peter Heindl und der Philosoph Philipp Kanschik zuerst eines fest: Die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit kann die „Anwendbarkeit von Suffizienz“ in einer freiheitlichen Gesellschaft begrenzen. Suffizienz im Sinne eines Gerade-genug-haben impliziere nämlich, so die Forscher, eine ökologisch bemessene, obere Grenze für den individuellen Konsum. Liege diese jedoch unterhalb dessen, was als soziales Minimum gilt, entstehe eine moralische Zwickmühle.  

Mit Suffizienz müssen neue Wohlstandsmaße kommen

In diesem Zusammenhang sehen Heindl und Kanschik aber noch ein weiteres Problem. Wenn Suffizienz nicht nur eine Nische bleiben soll, braucht es andere Formen der Wohlstandsmessung. Verbreitet sich Suffizienz als Lebensweise, würden nämlich die üblichen Maße sehr wahrscheinlich eine wachsende Ungleichheit anzeigen. Da Suffizienz in Heindls und Kanschiks Verständnis aber grundsätzlich freiwillig ist, ließe sich dies nicht mehr als negative soziale Auswirkung interpretieren.

Freiwilligkeit ist bei Suffizienz entscheidend 

Der Aspekt der Freiwilligkeit von Suffizienz ist für die SoKo-Forscher besonders wichtig. Zwar hätte, wie sie bemerken, erzwungene Suffizienz wahrscheinlich einen deutlich größeren positiven ökologischen Effekt. Gleichzeitig würde dies jedoch zu erheblichen Einschränkungen in anderen Bereichen des privaten und sozialen Lebens führen. Eine Folge, die sich aus ihrer Sicht nicht mit den Werten einer liberalen und pluralistischen Gesellschaft verträgt.   

Klassische Umweltpolitik und Suffizienz verzahnen

Der Politik empfehlen Heindl und Kanschik deshalb, das Zusammenspiel von quantitativer Steuerung und freiwilliger Suffizienz besonders zu beachten. Vor allem sollte sie negative Auswirkungen klassischer umweltpolitischer Maßnahmen auf suffiziente Lebensweisen unbedingt vermeiden. Auf diese Weise könne die Politik den gemeinsamen ökologischen Vorteil beider Ansätze maximieren. Ein Ansatz, den ähnlich auch andere Forschungsprojekte dieses Programms verfolgen.

Das eingangs angesprochene Dilemma ließe sich nach Einschätzung von Heindl und Kanschik am ehesten überwinden, wenn freiwillige Suffizienz in der Öffentlichkeit an Attraktivität gewinnt. Wie das gelingen kann, müsse weitere Forschung klären helfen. Zusätzliche Forschung sei aber auch nötig, um herauszufinden, wie sich Suffizienz in ein umfassenderes, normatives Konzept von Wohlfahrt und sozialer Gerechtigkeit einbinden lässt. Ihre Erkenntnisse haben die Forscher jetzt in einem englischsprachigen Diskussionspapier veröffentlicht.

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