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energiewende: sozial-ökologisch

Ergebnisse und Handlungsempfehlungen

Alle Projekte im Überblick


Bürger, Geschäftsmodelle & Co.

Wie nutzen wir Energie effizienter? Welche Strompreismodelle sind gerecht? Wie können Bürger als Energieproduzenten zur Energiewende beitragen? Mehr

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Wissenschaftliche Koordination

Wie kann der Austausch zwischen den 33 Forschungsprojekten gestärkt werden? Welche übergreifenden Ergebnisse bringt das Forschungsprogramm? Mehr

Informationen zur Benutzung


Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zu 33 aktuellen Forschungsprojekten. Sie werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms "Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems" gefördert. Die Projekte sind fünf thematischen Clustern zugeordnet:

Die Karte auf der Startseite zeigt die Cluster durch jeweils eine Illustration und die 33 Projekte durch eine rote Markierung. Durch Klicken auf eine dieser Markierungen öffnet sich ein kleines Fenster mit Kurzinformationen zu einem Projekt. Klicken Sie in diesem Fenster auf den Projektnamen, um ausführliche Informationen zu erhalten.

Alternativ können Sie auf die Projektinformationen auch direkt zugreifen, indem Sie den Menüpunkt "Projekte" wählen oder auf den Button "Liste" klicken.

Ein Stern in einem der roten Symbole zeigt an, dass es zu dem betreffenden Projekt Neuigkeiten gibt. Diese können Sie unter dem Menüpunkt "Projekt-News" abrufen. Dort sind die Nachrichten nach ihrem Erscheinungsdatum sortiert. Alternativ haben Sie dort auch die Möglichkeit, gezielt nach Nachrichten aus einem bestimmten Projekt zu suchen.

Schließlich finden Sie auf diesen Seiten auch Informationen zur Wissenschaftlichen Koordination des Forschungsprogramms.

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InnoSmart

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14.06.2016
Warum die Zukunft der Energiesysteme digital ist

Die Digitalisierung des Stromsystems (Smart Grid) stellt gemeinsam mit der Energiewende die „alte Energiewelt“ auf den Kopf. Damit sind weitreichende gesellschaftliche und verbraucherbezogene Auswirkungen verbunden. Vor diesem Hintergrund richtete das Projekt InnoSmart gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) auf den Berliner Energietagen am 13. April 2016 ein Workshop aus, der die Erwartungen der Verbraucher/innen an die Digitalisierung sowie Chancen und Handlungsbedarf für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft beleuchtete.

Verbraucher/innen wollen variable Tarife

Im ersten Teil des Workshops „Digitalisierung des Energiesystems. Gesellschaftliche Aspekte und Verbrauchersicht“ betrachteten vier Referenten das Thema aus unterschiedlicher Perspektive. Wilfried Konrad (DIALOGIK) diskutierte die gesellschaftlichen Herausforderungen und Gestaltungsaufgaben im Prozess der Digitalisierung der Energieversorgung. Er identifizierte eine stärkere Bürgerbeteiligung, soziale Gerechtigkeit, Datenschutz und die Erschließung ökologischer Potenziale als zentrale Faktoren eines aus gesellschaftlicher Perspektive Erfolg versprechenden Smart Energy System. Niels Schnoor (vzbv) präsentierte die Ergebnisse von zwei Studien zu den Erwartungen von Verbraucher/innen an variable Stromtarife sowie den damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen für Privathaushalte. Sein Fazit war erstens, dass Verbraucher/innen zwar Interesse an variablen Stromtarifen haben, aber weit überwiegend nicht davon überzeugt sind, persönlich profitieren zu können. Zweitens argumentierte er, dass variable Stromtarife sich nur in großen Haushalten mit spezieller Geräteausstattung lohnen.

Neue digitale Geschäftsmodelle

Das Thema des Vortrags von Holger Krawinkel (MVV Energie) waren die Anforderungen an neue Geschäftsmodelle für Energieversorger in der neuen Energiewelt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Energieversorger auf den Wandel der Endkund/innen vom traditionellen Stromabnehmer zum Marktakteur reagieren können. Krawinkel betonte insbesondere, dass die Kund/innen zukünftig begeistert werden wollen und dass digitale Geschäftsmodelle für die Kund/innen einen Mehrwert bieten müssen – zum Beispiel in Form von Paketlösungen aus PV, Speicher und einer Flatrate für Reststrom. Dirk Scheer (DIALOGIK) ordnete das Smart Grid in die Kontexte der Energiewende und variantenreicher Technikzukünfte ein. Als zentrale Aufgaben mit Blick auf die Digitalisierung fokussierte er auf Koordination und Steuerung, Integration, Effizienz sowie Produkt-Service-Systeme. Davon ausgehend fragte Scheer nach den Voraussetzungen der gesellschaftlichen Akzeptanz von Smart Grids und betonte hier die Faktoren Einsicht in Notwendigkeit des Vorhabens und positive Akzeptabilität der Folgen; persönlichen Nutzen und für diejenigen, die man wertschätzt; Glaube an die Selbstwirksamkeit des eigenen Handelns; Identifikation mit dem Vorhaben.

Nischen- oder Massenmarkt: Stromkund/innen überzeugen

Im zweiten Teil des Workshops fragte die Podiumsdiskussion „Digitales Energiesystem – Was für Spezialisten oder Zukunft für alle Verbraucher?“. Die Teilnehmer dieses Gesprächs waren Ingmar Streese (vzbv), Holger Krawinkel (MVV Energie), Heiner Bruhn (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) und Robert Busch (Bundesverband Neue Energiewirtschaft). Unter der Moderation von Christian Seelos (energate) diskutierte das Podium unter anderem über die Vor- und Nachteile von Smart Grids für Verbraucher/innen, unter welchen Bedingungen sich die Digitalisierung des Energiesystems zu einem Nischen- oder Massenmarkt entwickelt und mit welchen neuen Produkten und Dienstleistungen Stromkund/innen von digitalen Geschäftsmodellen überzeugt werden können.

Das Programm und die Vorträge des Workshops „Digitalisierung des Energiesystems. Gesellschaftliche Aspekte und Verbrauchersicht“ können Sie hier downloaden.

Quelle dieser Nachricht: Homepage Projekt InnoSmart

Mehr Informationen zum Projekt InnoSmart